Auf dieser Seite erzähle ich euch einige Geschichten von meinen 
Hunden. Ich denke damit wird das Wesen der Tiere am Besten
gezeigt werden, doch lest selber.

Rakis Welpen waren mit 9 Wochen zu ihren neuen Familien gekommen, alle bis 
auf 4 Stück, für die hatten wir noch nicht die richtigen Leute gefunden.
Wobei Askin und ihr Bruder Attes bei uns bleiben sollten. 
Ich hatte allen meinen Welpenkäufern gesagt sie sollten mit ihrem Hund eine 
gute Hundeschule besuchen und deshalb entschlossen wir uns mit den verbleibenden Welpen das Gleiche zu tun und fuhren tapfer mit 4 Welpen Samstagsnachmittags zur Welpenspielstunde.

Wir hatten das Glück eine ganz liebe und Hirtenhund erprobte Trainerin zu haben und trotzdem wurde auch ihre Geduld manchmal sehr auf die Probe gestellt. Es war eigentlich jeden Samstag die selbe Vorstellung, wir kamen mit unserem Rudel an und bevor sie mit den anderen Welpen spielten liefen sie ersteinmal eine Runde am Zaun entlang und prüften ob dieser auch dicht war.
Es war schon lustig anzusehen Attes als Chef vorneweg und die drei Anderen
schön im Gänsemarsch hinterher.

In der hintersten Ecke von dem Grundstück war ein Teil mit einem Schafszaun abgeteilt.

Hier wurde das abgemähte Gras hingeworfen und faulte so langsam vor sich hin. Dieser Teil der Wiese war für meine Hunde unwiederstehlich. 

Also kam es wie es kommen mußte, Attes walzte den Schafszaun um und alle anderen anwesenden Hunde liefen hinterher. Alle Lockversuche scheiterten kläglich und es kam wie immer - - - alle Besitzer hinter ihren Hundern in den faulenden, stinkenden Grashaufen und die Hunde rausholen. Nach dieser Aktion waren alle Hunde und Menschen gleichmäßig grau-grün  beschmiert und rochen alle ziemlich gleich. Leider machte uns diese Aktion nicht umbedingt beliebter bei den anderen Hundebesitzern.
Unsere Trainerin meinte das dieser Bereich seit über 3 Jahren von den Hunden 
akzeptiert wurde, - - -aber da waren ja auch keine Kangals bei.

 

 

Ein weiteres Erlebniss aus dieser Zeit in der Hundeschule ist bestimmt nicht nur mir in Erinnerung geblieben.

Es ergab sich das ich aus beruflichen Gründen zwei Wochen lang nicht an der Hundeschule teilnehmen konnte. Da unsere Hunde schon ziemlich groß waren und in der Welpengruppe wieder neue, kleine Hunde dazugekommen waren wechselten wir in die Junghundegruppe. In dieser Gruppe war seit drei Wochen ein 8 Monate alter Golden Redriever mit seinem ratlosen Herrchen. 
Wir wurden sofort gewarnt der Golden würde alles platt machen und hätte sogar schon seinen Herrn gebissen wir sollten aufpassen und den blos nicht anfassen. Wir liessen die Hunde los und es ging eine ganze Zeit lang gut. 
Jeder spielte mit jedem und auch der Freund meiner Hunde aus der Welpenstunde, der taube Dalmatiner Noah, hatte riesigen Spaß.
Plötzlich aus heiterem Himmel stürzte sich der Golden auf Noah und begann eine Beisserei mit ihm. Alle Leute versuchten ganz schnell ihre Hunde einzufangen damit sich da nicht noch mehr einmischen und die Trainerin und der Besitzer versuchten den durchgeknallten Golden von Noah abzulenken. Dieser hatte sich, wie es sich für den Untergebenen Hund gehört, auf den Rücken geworfen und lag nun leise wimmernd unter dem Angreifer.    Dieser hatte den kleinen Kerl am Hals gepackt und hielt ihn böse knurrend fest. Nichts konnte ihn zum Loslassen bewegen.

Ich hatte Askin zwar im Vorbeilaufen packen können, aber die Hunde hatten alle keine Halsbänder an und einen Kangal nur am Fell festzuhalten ist nicht einfach
wenn der das nicht will. Askin riss sich los und ich dachte prima, das wars denn.

Mit Schrecken dachte ich schon an die Tierarztrechnung die da auf mich zu kam.
Doch weit gefehlt --- Askin lief zu dem Golden, legte sich neben Noah auf den Boden, drehte sich auf den Rücken, bot dem Angreifer ihre ungeschütze Kehl an und leckte ihm über die Leftzen.

Auf dem Hundeplatz war absolute Ruhe eingekehrt. Alle Leute standen sprachlos da und schauten zu. Ganz langsam entspannte sich der Golden und lies Noahs Kehle los. Endlich konnte dieser aufstehen und aus der Gefahrenzone geholt werden. Wir alle mußten erst mal verdauen was wir da gesehen hatten.
Der Mann mit dem Golden ist nicht mehr zum Platz gekommen, aber ihm hat auch keiner eine Träne nachgeweint. Meine Hunde aber lieben noch heute Dalmatiner und freuen sich immer wenn ihnen ein "Noah" begegnet.  

 

 

 

Die Zeit verging und meine Hunde waren jetzt ca. 9 Monate alt. 
Attes hatte sich zu einem kräftigen Junghund mit Führungsqualitäten entwickelt.
Ihm zur Seite stand Askin die auch gerne das Rudel angeführt hätte.

Alev war immer der Prügelknabe und hatte nichts zu lachen. 

Die Erziehung von Alev war daher für mich ganz einfach. Ich verlangte etwas--
Alev tat es. Er war immer darauf bedacht alles so zu machen wie ich es wollte. 

Askin war etwas schwieriger, aber ein Lamm im Gegensatz zu Attes.
Dieser Hund machte nur was er wollte. Weder mein Mann noch ich hatten einen Zugang zu diesem Hund gefunden. Er benahm sich so als wenn er das Sagen hätteund alle hatten zu gehorchen.
Unsere Trainerin sagte mal in einer Übungsstunde zu mir : " Ich finde das so toll von euch, das ihr diesen Hund behaltet und niemand Anders zumuten wollt."
Dieser Satz gab mir schon zu Denken, doch was sollte ich tun. Alle Erziehungs-
versuche blieben erfolglos.

Am Karfreitag fuhren wir zum Vereinstreffen der U.T.H. nach Windhagen und
hatten natürlich alle 4 Hunde mit dabei. Zur Mittagszeit ging es da immer auf
einen gemeinsamen Hundespaziergang und da wir nur 3 Leute waren kam uns 
ein junges Paar ganz gelegen. Sie wollten vom nächsten Wurf einen Welpen von    uns haben und waren zu dem Treffen gekommen um sich noch besser über die
Hunde zu informieren. Denen übergab ich Attes für den Spaziergang und ich
freute mich schon auf die Reaktion wegen diesem Sturkopf von Kangal.
Aber wie schon so oft hatte ich die Rechnung ohne Attes gemacht. Obwohl Patrick keine Hundeerfahrung hatte fand er sofort den Weg zu Attes Herz. Dieser störrische, unerziehbare Rüpel war wie verwandelt. Man konnte fast denken er hätte sein Leben lang nur auf diesen Herrn gewartet und dem ging es ebenso.
Eigentlich wollten sie ja einen Welpen, doch nach dem Spaziergang stand für
ihn fest entweder Attes oder keinen.
Mir ging das alles etwas zu schnell und ich machte den Vorschlag sich das nochmal in aller Ruhe zu überlegen. So fuhren wir mit gemischten Gefühlen nach hause. Eigentlich wollte mein Mann Attes behalten, doch war das Glück des Hundes nicht das was im Vordergrund stehen sollte ?
In den nächsten beiden Wochen rief Patrick fast täglich an um sich nach "seinem" Hund zu erkundigen. Er freute sich auf den 1. Mai, da wollte er Attes probehalber
 mal zu sich holen um zu testen ob er sich mit den anderen Tieren und Menschen in der Familie verträgt. 

Am Morgen holte er ihn ab und sollte ihn am Abend zurück bringen. 

Am späten Nachmittag ging das Telefon und er fragte: " Darf ich ihn bitte behalten??" 

T'ja, so kam Attes zu seiner Familie und lebt dort glücklich und zufrieden.
Er ist dort aus dem Leben nicht mehr wegzudenken weil er etwas geschafft hat
was den Eltern mehr wert ist als Gold. Er bringt den hyperaktiven Sohn zu 
etwas mehr Ruhe und Ausgeglichenheit. 

Das hat sogar der behandelnde Arzt bestätigt.

Sie sehen ein Kangal kann einen immer wieder überraschen.

 

 

 


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