Bei uns landeten früher immer die Tiere die keiner haben wollte und so kam es das wir neben unseren beiden Großspitzen noch einen Afghanen und einen Schäferhund bei uns aufgenommen hatten.
 
Auf einem Spaziergang wurde mein Hund von zwei halbwüchsigen kaukasischen Owtscharkas ohne Vorwarnung angegriffen. Die Hunde stürzten sich auf meinen Afghanen der gegen die beiden nicht die Spur einer Chance hatte. Nach einigen Minuten kamen die Besitzer der Kaukasen angelaufen und griffen ohne lange zu zögern in das Hundeknäuel rein und packten jeder einer ihrer Hunde im Fell und trugen sie weg. Mein Hund stand geschockt auf der Strasse und jaulte das halbe Dorf zusammen.
 
Ein paar Tage vor diesem Vorfall hatte ich in einer Zeitung einen Bericht über den Kangal gelesen und das die Hunde in der Türkei die Herden vor Raubtieren schützen würden und in meiner Wut beschloß ich mir so einen Hund zu kaufen als Bodyguard für meinen Afgahnen und dann könnten die mit ihren Kaukasen einpacken!!
 
Ich weiß das ist kein Grund sich einen Hund -- egal welcher Rasse anzuschaffen, doch dadurch habe ich begonnen mich mit der Rasse auseinander zusetzen. Nach diesen Vorfall habe ich fast 2 Jahre gebraucht bis ich endlich meinen Traumhund, eine Akbash-Hündin bekommen habe. Ich hatte mich übrigens für diese Rasse entschieden, weil ich bei meinen Nachforschungen immer wieder auf die Schwererziehbarkeit des Kangals hingewiesen wurde. In dem Infomaterial das mir dann von dem "Züchter" zugeschickt wurde stand das der Akbash in Amerika als Blindenhund ausgebildet würde und dafür kann man ja keine gefährlichen Hunde gebrauchen. Ausserdem war der Akbash langhaarig und das gefiel mir einfach besser.
 
Ich weiß es noch als wäre es gestern gewesen. In einem Zwinger in einer Scheune stand sie zusammen mit ihrem Bruder und schaute mich mit ihren braunen Augen an.
 
Ich hatte eine Menge guter Vorsätze und Ratschläge für den Welpenkauf mitgebracht, z.B. auf die Zähne und die Wachstumsknoten an den Beinen achten, sehen ob der Welpe ganz weiß war oder ob eine Fehlfarbe vorlag und noch viele mehr.
 
Ich hatte im Hinterkopf den Traum vom Züchten und mir deshalb vorgenommen den Hund nur mit dem Verstand auszusuchen, doch nach einem Blick in diese Augen war alles zuspät. Der Welpe hätte nur drei Beine und schiefe Zähne oder sonst etwas haben können und ich hätte ihn trotzdem gekauft.
 
Ich habe mir die Elterntiere zeigen lassen und war über das Verhalten des Vaters total geschockt. Ich hatte vorher noch nie erlebt das ein Hund sich in etwa 1,50 m Höhe im Zaun seines Zwingers verbissen hatte und versuchte uns zu fressen. Die Mutter zeigte ein normales Verhalten, sie kam bellend an den Zaun und als sie ihren Herrn erkannte beruhigte sie sich und ignorierte uns. Der "Züchter" erklärte uns der Rüde sei nur so aggressiv weil er direkt aus der Türkei sei und die Nachzucht sei wesentlich friedlicher und ruhiger.
 
Gerne glaubte ich ihm das, wollte ich doch kein menschenfressendes Monster in mein Haus holen.
 
Eigentlich wollten wir uns nur schonmal einen Welpen aussuchen und dann noch für ein paar Tage ans Meer fahren, doch ich wäre unter keinen Umständen ohne meinen Hund da wieder rausgegangen.
 
Die Formalitäten waren schnell erledigt. Den "Züchter" interessierte nicht wo der Welpe hinkam, ob genug Platz oder Hundeerfahrung vorhanden war, er fragte nur: " Haben sie das Geld dabei?" Natürlich hatte ich das und so kam Bashka mit uns nach Deutschland.
 
 

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